In dieser neuen Galerie möchte ich Euch einige meiner handwerklichen Kreationen zeigen. Zu den Techniken, die hier gezeigt werden, gehören z.B. verarbeiten und brennen von Ton, Schmiedehandwerk, Verarbeitung von Blech und Holzwerkstoffen. Damit die Arbeit deutlich wird, welche in einem solchen Werkstück steckt, möchte ich hier auch einmal die einzelnen Arbeitsschritte bis zum fertigen Exponat zeigen. Dolch 1 Dolch 2 Dolch 3 Dolch 4 Dolch 5 Keltischer Dolch Schritt 1: In diesem Bild ist der rohe Zuschnitt des Dolches zu sehen. Die spätere Klinge entspricht den Originalen, das Griffstück wird nach eigenem Ermessen gefertigt. Die Klinge ist in diesem Zustand etwa 28 cm lang. Keltischer Dolch Schritt 2: Hier ist die Klinge bereits geschmiedet und das Heft des Dolches zum Teil geformt. Durch das Schmieden hat die Klinge jetzt eine Länge von etwa 35 cm. Dies wird die endgültige Länge sein. Klingen bis zu 40 cm Länge gelten als Dolch. Darüber hinaus gelten altertümliche Stichwaffen als Schwert (Kurzschwert, Langschwert). Keltischer Dolch Schritt 3: Dies ist die geschmiedete Klinge nach dem Vorschliff. Da später eine Parierstange angenietet wird, sind hier bereits entsprechende Löcher gebohrt. Beim keltischen Dolch ist eine Parierstange nur angedeutet und dient eher der Optik. Im späteren Mittelalter gab es auch Parierdolche, welche als Zweitwaffe zum Schwert mit der Spitze nach oben geführt wurden. Der hier entstehende Dolch wird mit der Spitze nach unten geführt. Keltischer Dolch Schritt 4: Dieses Bild zeigt das fertige Griffstück mit einer Verzierung aus Kupfer. Die Klinge ist nun bereits vorpoliert. Keltischer Dolch Schritt 5: Der fertige Dolch und eine passende Lederscheide mit Applikationen aus Messing. Die nun angebrachte Parierstange ist ebenfalls aus Messing. Bei den Originalen wurde hier Bronze verwendet, doch ist diese eher schwer aufzutreiben (Messing: Kupfer-Zink-Legierung,                                            Bronze: Kupfer-Zinn-Legierung). Optisch sind sich beide Legierungen recht ähnlich. Im Mittelalter wurden Dolche wegen ihrer geringen Größe gern für Attentate benutzt. Für solche Zwecke wurde mehr auf eine gute Handhabung als auf die Optik Wert gelegt. Schön gearbeitete Dolche zeigten hingegen oft den Stand ihres Besitzers an. Alle Teile des Dolches sind hier gebürstet und poliert. Da ein Dolch zu den Stichwaffen zählt, ist die Klinge nicht sehr scharf, jedoch läuft sie sehr spitz zu. Messer Mittelalterliches Messer mit passender Lederscheide. Gesamtlänge des Messers ca. 20 cm. Geschmiedet. Fackel Flurbeleuchtung in Form einer mittelalterlichen Fackel. Der Fackelkopf besteht aus Kupferblech, der Schaft aus Holz. Gesamtlänge der Fackel ca. 80 cm. Langschwert Mittelalterliches Langschwert mit paasender, verzierter Lederscheide. Da für ein Langschwert eine sehr große Schmiedeesse vonnöten ist, konnte ich diese Klinge leider nur durch entsprechendes schleifen des Rohlings in Form bringen. Die Klinge ist mit dem Spruch “ necat non gladius hominem, sed homo” verziert. Für den nicht geübten Latainer bedeutet dies: “Nicht das Schwert tötet den Menschen, sondern der Mensch”. Gebrannter Ton, Amphore Gebrannter Ton, Ork- Schädel Tonamphore, roh gebrannt. Höhe ca. 40 cm. Zwei Orkschädel. Gebrannter, weißer Ton. Wurde in einem zweiten Brand mit Manganoxyd bearbeitet, sodass eine gealterte Optik entstand. Feuerschale Feuerschale. Gebrannter Ton. Im zweiten Brand glasiert. Durchmesser ca. 20 cm, Höhe ca. 15 cm. Na’vi- Kopf aus Ton modelliert. Das Bils zeigt den Kopf ungebrannt. Leider beim Rohbrand im Ofen gerissen. Ein weiterer Versuch ist in Bearbeitung Meine neu entwickelte Mittelalter-Gewandung (Oberteil). Hergestellt aus Büffelleder und Sattelleder vom Rind. Beschläge sind aus Messing, das Kettenhemd aus Kupfer. Geschmiedetes Messer mit passender Lederscheide. Messer: Handgeschmiedet aus Werkzeugstahl (alte Schruppfeile),               Gehärtet, korrosionsbeständig, am Abziehstein geschärft.               Klingenlänge ca. 13,5 cm, Gesamtlänge: ca. 29 cm. Scheide: Handgefertigt aus Sattelleder vom Rind mit                eingearbeiteten Ornamenten Geschmiedete Gabel. Länge ca. 20 cm. Info: Fälschlicherweise wird oft behauptet, dass es die Gabel als Esswerkzeug erst ab dem 17. Jahrhundert         gab. Richtig ist, dass es sie schon sehr viel länger gibt. Sie wurde jedoch durch die ursprüngliche,         zweizinkige Form gerade von den Christen als Zeichen des Teufels (zwei Zinken- zwei Hörner)         betrachtet und war deshalb lange verpönt. Schmuckschatulle aus Sperrholz mit Applikationen aus Kupfer. Die Innenverkleidung der Schatulle besteht aus handgeschöpftem Papier. Maße: 200x100x100mm Holztruhe gebeizt mit Drachenmotiv abschließbar. Maße: ca. 650x350x400mm